Die Vorstellung, vollständig auf Essen verzichten zu müssen, schreckt viele Menschen ab – auch ich habe dazugehört und bin eines Besseren belehrt worden. Fasten im Mayr Life ist ein Fasten Konzept, welches auf Basis neuester medizinischer Forschungsergebnisse jedem Gast ein individuelles Programm anbietet – und das ohne rigide Fastenregeln.
Trotz dieses Wissens bin ich mit viel Respekt im Gepäck auf meine Reise gegangen.
Die Lage am wunderschönen, romantischen Altaussee gibt mir Ruhe. Als ich das Haus betrete, das fast ausschließlich aus Glas erbaut zu sein erscheint und überall die Natur hereinlässt, kommt auch meine Zuversicht zurück. Bunte Sessel laden zum Sitzen ein – der Blick ist aber immer nach außen in die Natur gerichtet – und das wiederum gibt den Gästen die Möglichkeit den ganz persönlichen Blick nach innen zu richten während dieser Zeit der Umstellung.
Noch am ersten Tag sehe ich meine Ärztin und bekomme neben dem Basen-Säure-Test, einer Freien-Radikale-Messung auch eine kinesiologische Messung eventueller Nahrungsmittelintoleranzen. Dies hat den großen Vorteil, dass ich nicht auf Auswertungen aus dem Labor warten muss, sondern bereits meine erste Mahlzeit auf meine individuelle Diät angepasst ist. Individualität hat hier den größten Stellenwert – der Oberkellner erklärt mir, dass er im Moment 76 Gästen auch tatsächlich 76 verschiedene Teller serviert. Die Küche ist eng mit dem Ärzteteam verbunden und auch das netteste Bitten bringt den Service nicht dazu, die Diät aufzuweichen. Und ich höre in den nächsten Tagen sehr oft „Wäre es nicht möglich, dass…“, „Könnte ich nicht das noch dazu haben – oder austauschen…?“. Die Antwort ist immer freundlich, aber bestimmt und lautet „Leider nein“.
Über allem steht das Ziel, meinem Darm in dieser Kur die höchstmögliche Entgiftung und Heilung zukommen zu lassen. Der Tag beginnt mit Mundöl zum klassischen Öl-Ziehen und endet mit Leberwickel – Glaubersalz und Basenpulver sind weitere Akteure.
Hier geht es allerdings nicht nur darum, was man isst – hier lernen die Gäste ganz neu wann und wie man isst, um seinen Darm zu heilen. Und das sieht so aus: man trinkt nicht zum Essen, dafür aber zwei Liter Wasser und Tee zwischen den Mahlzeiten. Es gibt keine Zwischenmahlzeiten – Frühstück und Mittagessen sind die Hauptenergiespender – am Abend gibt es nur noch eine leichte Suppe oder Brühe. Sowohl Frühstück, als auch Mittagessen beginnt mit einem sogenannten „Kautrainer“ – dahinter verbirgt sich ein kaufestes Brötchen oder eine Reiswaffel aus Buchweizen oder Quinoa. Wichtig: bei jedem einzeln Bissen soll 50 mal gekaut werden. Dank des daraus resultierenden Einspeichelns beginnt die Verdauung früher und die Gäste lernen so wieder das Sättigungsgefühl wahrzunehmen.
Was auf dem Teller ist, bestimmt man gemeinsam mit dem Arzt – es gibt 6 Stufen. Für das „Komplette Fasten“ mit ausschließlich Brühe entscheiden sich die Wenigsten, jedoch wählen viele Gäste nur 1-2 Komponenten dazu. Ein Mayr Lehre sieht das Gesetz der Monotonie vor: je weniger Abwechslung ich dem Darm gebe, je besser kann er heilen.

Zur Unterstützung der Heilung während der Kur wird dann ein Programm von Behandlungen gestrickt – von Massagen, Fußbädern, Hydro-, Kryo- und Ozonbehandlungen, Infusionen sowie ein breites Nahrungsmittelergänzungsangebot.
Die Atmosphäre im Haus ist geprägt von den umsichtigen, liebevollen Mitarbeitern, die nicht müde werden, den Gästen immer wieder zu erklären, warum diese Zeit eine so wichtige ist. Das Publikum ist überraschenderweise sehr international – ein großer Anteil findet den Weg aus den USA, wo das Haus über eine hohe Reputation verfügt. Prominente Gesichter fügen sich demütig in die „Leidensgemeinschaft“ ein.


Die neue Kochschule des Hauses ist ein weiteres Highlight. Mit großer Leidenschaft erklärt der Chefkoch des Hauses die Einfachheit einer Brühe, die schonende Zubereitung von gesunden Zutaten und tolle Tricks für die Zeit „danach“, denn die Mayr Kur endet nicht vor Ort, sondern soll zuhause weitergeführt werden. Da ist es hilfreich zu wissen, wie man z.B. Zwiebeln, die während der Kur verboten sind, ersetzt – nämlich mit Fenchel. Fein geschnitten und in Öl angebraten ist er dem Aroma der Zwiebel verwechselnd ähnlich (bitte ausprobieren!). Die Wissenschaft ist sich längst einig: keine Pille der Welt kann den Effekt vom Fasten erreichen. Und keine Pille der Welt kann uns dieses unglaubliche Glücksgefühl geben – einsetzend meist am dritten Tag der Kur. Was es dafür braucht? Ein wenig Mut und das Ziel der eigenen Gesundheit und dem Darm etwas Gutes tun zu wollen.



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